|
Die Fondazione Carlo Donat-Cattin entstand
in Turin 1992 und wurde mit Ministerialerlass vom 5. März
1998 rechtlich anerkannt.
Die Stiftung hat den Zweck Studien und Forschungen über
die Geschichte der sozialen, politischen und wirtschaftlichen Lehre
zwischen den 19. und 20. Jahrhundert zu fördern, insbesondere
hinsichtlich der katholischen Bewegung und derer Anwesenheit in
der italienischen und europäischen Gesellschaft. Zu diesem
Zweck pflegt die Stiftung vor allem die Bewahrung von Archivalien,
die Ausstattung einer Fachbibliothek, die Förderung von Tagungen,
Seminaren, Ausstellungen, Debatten über Themen hinsichtlich
eigener Interessenbereiche, mit eigentümlicher Aufmerksamkeit
auf die historischen-politischen Perspektiven, das Spenden von
Stipendien für Neuakademiker und junge Forscher.
Die Stiftung arbeitet mit der Associazione per la
valorizzazione storica della democrazia italiana [Verband zur historischen
Verwertung der italienischen Demokratie] – Onlus, mit der
Associazione Istituzioni Culturali Italiane [Verband der italienischen
Kultureinrichtungen] und mit anderen berühmten Kulturorganismen
zusammen.
Das bemerkenswerte historische Interesse des Archivs ist
vom italienischen Staat anerkannt, da es “eine beachtliche
Quelle für die Geschichte der politischen und gewerkschaftlichen
katholisch eingestellten Richtungen im Piemont und auf nationaler
Ebene” bildet. Das Archiv bewahrt die Papiere von Carlo Donat-Cattin,
Alessandro Favero, Carlo Trabucco, Carlo Chiavazza, Giovanni Battista
Marocco, U.C.S.I. (Unione Cattolica Stampa Italiana – Katholische
Union italienischer Presse) für Piemont, ADES Archiv, neben
dem historischen Archiv der Democrazia Cristiana [Christlich-Demokratischen
Partei] und der Partito Popolare [Volkspartei] in Piemont sowie
von einigen hiesigen politischen Wortführern. Das bewahrte
Material sammelt wichtige Unterlagen bezüglich des letzten
Jahrhunderts von sozialer, religiöser und politischer Lokal-
und Nationalgeschichte.
Für die Benutzer stehen computergestützte Verzeichnisse
sowie Papierverzeichnisse zur Verfügung.
Die Bibliothek besitzt ein Vermögen
von ungefähr 20.000 Bänder spezialisiert über die
Geschichte der katholischen Bewegung (19. und 20. Jahrhunderten),
welche regelmäßig auf den letzten Stand gebracht wird,
sowie eine Zeitschriftensammlung von historischen und kontemporären
Fachzeitschriften. Die Bänder werden derzeit im computergestützten
Nationalbibliothek-System eingetragen und katalogisiert.
Die Stiftung besorgt die Veröffentlichung der Akten ihrer
Kongresse, monographischer Hefte und Hefte der Archivverzeichnisreihe.
|